Zusätzliche Diagnosemöglichkeit

Psycho-Physiognomik

So alt wie die Menschen selbst sind auch die Versuche, aus dem Äußeren des Menschen Rückschlüsse auf Charakter und Fähigkeiten zu ziehen.

Zu den ältesten Überlieferungen gehören die physiognomischen Betrachtungen aus der griechischen Früh- und Hochkultur.

Von Pythagoras von Samos (495-400 v. Chr.) ist bekannt, dass er seine Schüler bewusst nach physiognomischen Kriterien auswählte.


In der jüngeren Zeit ist es Goethe gewesen, der dieses System gekannt und genutzt hat.

Psyche (griech.) - Seele

Physis (griech.) - Körper
Gnome (griech.) - Wissen/Lehre

 

Mit Hilfe der Psycho-Physiognomik ist es zum einen möglich, die aus den genetisch geprägten und zum anderen die durch Erziehung, Umwelt und Erlebnissen sich stets verändernden Formen und Ausdrucksareale des Gesichts zu erkennen. Den Körper in seiner Ganzheit zu erfassen und zu interpretieren ist die Kunst der Psycho-Physiognomik.
Das, was wir leben und gelebt haben, spiegelt sich in unserem Äußeren wieder.

 

Carl Huter gilt als Gründer der Psycho-Physiognomik.

 

Er wurde 1861 in Heinde bei Hildesheim geboren und starb 1912 in Dresden. Seine starke Gabe zu Beobachten, verstärkte sich mit zunehmendem Alter.

 

Im Jahre 1889 begann er, seine eigenen Erkentnisse über die Zusammenhänge zwischen dem Aussehen einens Menschen und seinem Handeln aufzuschreiben. Sein entwickeltes System verbindet die Biologie und Psychologie mit den jeweiligen Körperformen und der dazu gehörenden Ausstrahlung. 

 

In der Form offenbart sich der Geist.

"In dem Kerne wohnt die Kraft,

saugt außen ein den Lebenssaft,

verdaut und wächst, durchdringt und schweißt,

bis in den Formen lebt der Geist."

 

Mit diesen Worten ist im Prinzip alles gesagt, was die Psycho-Physiognomik ausmacht.


Carl Huter fasste in seinem umfangreichen System der Psycho-Physiognomik zusammen, was vor ihm erkannt wurde und ergänzte es mit seinen Forschungen. Er hat dieses System lehr- und lernfähig gemacht und mit einer entsprechenden Ethik betrachtet.

Wichtig ist, eine klare Sicht

Eine Lebenshilfe sein.

Die Psycho-Physiognomik bietet eine zusätzliche Diagnosemöglichkeit in der Therapie und Praxis und hilft auch, sich selbst besser zu verstehen. Richtig angewendet kann sie eine echte Lebenshilfe sein.

Grundsätzlich muss man aber wissen, dass sich die Psycho-Physiognomik nicht zur Manipulation anderer Menschen eignet, sondern wertfrei die individuellen Eigenschaften eines Menschen beschreibt.